Donnerstag, 29.01.2026

Kritische Expertenmeinungen zur Wiedereinführung des Zivildienstes im Rahmen einer möglichen Wehrpflicht

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In der aktuellen Diskussion um die Wiedereinführung des Zivildienstes als potenzielle Lösung für den akuten Fachkräftemangel in sozialen Berufen stehen kritische Expertenmeinungen im Fokus. Seit der Aussetzung von Wehr- und Zivildienst im Jahr 2011 fehlt es zunehmend an Zivildienstleistenden in wichtigen sozialen Bereichen. Allein der Rückgang von 78.400 Zivildienstleistenden im Jahr 2010 auf lediglich 31.685 im Jahr 2024 verdeutlicht die Herausforderungen in diesem Bereich.

Die Debatte bewegt sich in Richtung einer potenziellen Wiedereinsetzung der Wehrpflicht oder der Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres. Kritiker bemängeln den Zwangscharakter des Zivildienstes und weisen auf die fehlende Infrastruktur zur angemessenen Betreuung der Zivildienstleistenden hin. Ein Plädoyer wird für die Stärkung bestehender Freiwilligendienste wie dem FSJ und dem BFD, eine gerechtere Bezahlung sowie eine umfassendere Information der Jugendlichen abgegeben.

Experten und Träger sozialer Einrichtungen äußern sich kritisch gegenüber einer potenziellen Wiedereinführung des Zivildienstes. Sie betonen die Notwendigkeit, die bestehenden Freiwilligendienste zu stärken und bessere Rahmenbedingungen für das Engagement in sozialen Berufen zu schaffen. Die Diskussion über die Zukunft des Zivildienstes und alternative Maßnahmen zur Bewältigung des Fachkräftemangels bleibt somit weiterhin intensiv und kontrovers.

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