Im Bundestag sind derzeit hitzige Diskussionen über Verschärfungen in der Migrationspolitik im Gange. Besonders kontrovers sind die geplante Abschaffung der ‚Turbo-Einbürgerung‘ und die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Eine der zentralen Änderungen betrifft die Dauer, nach der Einbürgerungen möglich sind. Bisher war eine Einbürgerung erst nach acht Jahren Aufenthalt möglich, aber nun soll dies bereits nach fünf Jahren der Fall sein. Die umstrittene ‚Turbo-Einbürgerung‘ nach nur drei Jahren soll hingegen abgeschafft werden. Diese Maßnahmen stoßen auf geteilte Meinungen. Während Winfried Kluth vom Sachverständigenrat die verkürzte Frist für Einbürgerungen befürwortet, warnt der Migrationsforscher Herbert Brücker vor den möglichen negativen Konsequenzen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Umsetzung der EU-Asylreform in deutsches Recht durch die Bundesregierung. Dabei wird insbesondere über das Verbindungselement bei Abschiebungen von Migranten diskutiert. Diese Schritte werden jedoch nicht ohne Kritik von verschiedenen Seiten akzeptiert. Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen äußern Bedenken und warnen vor neuen Haftformen, die im Zuge der Reformen eingeführt werden könnten.
Insgesamt zeigen die Diskussionen und geplanten Maßnahmen im Bundestag deutlich die Kontroversen rund um die Migrationspolitik und die Asylreform auf. Die Abschaffung der ‚Turbo-Einbürgerung‘ und die geplante Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems haben zu unterschiedlichen Meinungen und erheblicher Kritik geführt.

