Donnerstag, 29.01.2026

Warum Männer bei psychischen Problemen seltener Hilfe suchen und wie sich das fatal auswirken kann

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In der aktuellen Diskussion um psychische Gesundheit rückt ein besorgniserregendes Phänomen in den Fokus: die geringe Inanspruchnahme von Hilfe durch Männer. Statistiken zeigen, dass Männer im Vergleich zu Frauen deutlich seltener professionelle Unterstützung bei psychischen Problemen suchen. Diese Zurückhaltung kann jedoch fatal sein, wie die Suizidstatistik alarmierend verdeutlicht.

Es ist alarmierend, dass drei Viertel der Selbstmorde in Deutschland von Männern verübt werden. Diese drastische Zahl wirft ein Licht auf die tiefgreifenden Probleme in Bezug auf die psychische Gesundheit von Männern. Psychische Erkrankungen werden bei Männern häufig spät oder gar nicht erkannt, da die Symptome von Depressionen bei Männern sich oft anders äußern als bei Frauen. Dieser Unterschied in der Symptomatik erschwert die frühzeitige Diagnose und Behandlung von psychischen Problemen bei Männern.

Erschwerend kommt hinzu, dass es einen Mangel an einfach erreichbaren psychologischen Hilfsangeboten speziell für Männer gibt. Diese Unterstützungslücken können dazu führen, dass Männer mit ihren Problemen allein gelassen werden – ein Umstand, der gravierende Folgen haben kann.

Der gesellschaftliche Wandel in der Akzeptanz von psychischen Erkrankungen, insbesondere seit den 1990er Jahren, wirft jedoch auch ein Licht auf mögliche Verbesserungen in der Zukunft. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Männer dazu neigen, ihre Gefühle zu unterdrücken und erst Hilfe suchen, wenn der Leidensdruck unerträglich wird. Dieses Verhalten führt dazu, dass psychische Probleme bei Männern oft nicht richtig verstanden oder erkannt werden.

Es ist entscheidend, dass psychologische Hilfsangebote speziell für Männer ausgebaut und besser zugänglich gemacht werden. Durch unterstützende Gesprächskreise und gezielte Maßnahmen können Männer darin unterstützt werden, ihre Gefühle und Probleme offener zu teilen. Nur durch eine verstärkte Sensibilisierung und gezielte Unterstützung können wir dazu beitragen, dass Männer bei psychischen Problemen rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen und so tragische Folgen, wie sie die Suizidstatistik aufzeigt, verhindert werden.

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