Über 600.000 Wohnungen in prekären Vierteln stehen im Fokus von Wohnkonzernen wie Vonovia und LEG, die unerbittlich die Mieten in die Höhe treiben. Diese Entwicklung geht einher mit einem alarmierenden Verfall der Wohnqualität in den betroffenen Wohnungen, während gleichzeitig die Last auf den Schultern der Mieter und Steuerzahler immer schwerer wird.
Im Jahr 2024 zahlten Jobcenter exorbitante 18,6 Milliarden Euro an Vermieter – eine immense Summe, die verdeutlicht, wie sehr die Mietkosten die öffentlichen Mittel belasten. Interessanterweise steigen die Mieten trotz eines Rückgangs der Bürgergeldempfänger. Vonovia schüttete fast eine Milliarde Euro an Aktionäre aus, während LEG ihre Dividende um über 200 Millionen Euro erhöhte. In einigen Regionen liegen die Mieten sogar satte 40 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete, wodurch die Belastung für die Mieter weiter zunimmt.
Es ist besorgniserregend, dass staatliche Zahlungen für Mieten über den Marktpreisen liegen, und staatliche Institutionen wie Jobcenter die Mieten von Bedarfsgemeinschaften übernehmen müssen. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, haben einige Kommunen begonnen, Wohnungen von den Wohnkonzernen zurückzukaufen.
Insgesamt zeigen diese Entwicklungen, dass Immobilienkonzerne vorrangig auf Gewinnmaximierung setzen und die Instandhaltung vernachlässigen. Es regt sich Kritik an den fortwährenden Mieterhöhungen und den steigenden Kosten für Bedarfsgemeinschaften. Daher werden Forderungen nach staatlicher Regulierung und dem verstärkten Rückkauf von Wohnungen laut, um dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
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