Freitag, 28.11.2025

Europa sucht Wege zur digitalen Souveränität: Wie die Abhängigkeit von US-Techkonzernen das internationale Strafgerichtshof vor Herausforderungen stellt

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Die Abhängigkeit der EU von US-Techkonzernen wie Microsoft wird in Frage gestellt, während Europa aktiv nach Wegen zur digitalen Souveränität sucht. Ein aktuelles Beispiel hierfür ereignete sich am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, als Microsoft den Mail-Dienst des Chefanklägers abschaltete, woraufhin dieser plötzlich keinen Zugriff mehr auf seine E-Mails hatte. Dieser Vorfall verdeutlicht die Risiken und Herausforderungen, denen Behörden und Unternehmen in Europa aufgrund dieser Abhängigkeit ausgesetzt sind.

Um dieser Problematik entgegenzuwirken, hat der Strafgerichtshof beschlossen, von Microsoft Office auf eine deutsche Alternative namens ZenDis umzusteigen. Parallel dazu haben Europaabgeordnete die ‚Democratic Tech Alliance‘ ins Leben gerufen, um eine verstärkte Autonomie von US-Unternehmen einzufordern. Insbesondere in Bezug auf Datenschutz, den Cloud Act und die generelle Abhängigkeit von US-Techfirmen bestehen Bedenken, die zu verstärktem Handeln in Richtung digitaler Souveränität anspornen.

Bereits jetzt setzen einige europäische Länder und Organisationen wie Schleswig-Holstein, das Bundesheer in Österreich und die Stadt Lyon auf Open-Source-Lösungen als Alternative. Insgesamt deutet die Entwicklung auf wachsende Besorgnis in der EU hin, was die Abhängigkeit von US-Techkonzernen betrifft. Die Bemühungen zur Erreichung digitaler Souveränität durch den vermehrten Einsatz von Open-Source-Alternativen zeigen, dass eine Umstellung zwar mit Zeit und Anpassung verbunden ist, aber gleichzeitig Chancen für mehr Kontrolle und Autonomie bietet.

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