Freitag, 28.11.2025

Soziale Mobilität in Deutschland: Ein steiniger Weg zum Erfolg

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Die soziale Aufstiegschancen in Deutschland sind schwieriger geworden, wie eine Studie des ifo-Instituts zeigt. Laut der Untersuchung haben Kinder von Akademikern bessere Chancen auf einen erfolgreichen Werdegang als Kinder von Nichtakademikern. Besonders besorgniserregend ist der deutlich gestiegene Einfluss des Elternhauses auf das spätere Einkommen. Innerhalb einer Generation hat sich dieser Einfluss verdoppelt, was auf eine zunehmende Ungleichheit hindeutet.

Im internationalen Vergleich fällt Deutschland durch niedrigere soziale Mobilität auf. Zahlen belegen, dass von 100 Akademikerkindern 79 ein Studium beginnen, während es bei Nichtakademikerkindern nur 27 sind. Diese Diskrepanz verdeutlicht die bestehenden Hürden für sozialen Aufstieg.

Experten betonen die Notwendigkeit, in frühe Bildung zu investieren, um die Chancengerechtigkeit zu fördern. Es wird angemerkt, dass Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch mehr Anstrengungen unternehmen muss, um die soziale Mobilität zu erhöhen und eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen.

Die geringere soziale Mobilität wird als Problem für das Wirtschaftswachstum und die Demokratie betrachtet. Forderungen nach mehr Chancengerechtigkeit und einer Verringerung der Abhängigkeit vom Elternhaus werden laut. Unterstützung für Erstakademiker und verstärkte Investitionen in frühe Bildung gelten als unerlässlich, um die Chancengleichheit in Deutschland zu verbessern.

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