Am Sonntag, 1. Februar, bietet das sam Stadtmuseum am Markt eine öffentliche Führung zur Geschichte des Nationalsozialismus in Wiesbaden an. Die Veranstaltung dauert von 11.30 bis 13.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist das Stadtmuseum am Marktplatz. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.
Führungstermin und Ablauf
Die Führung beginnt mit einem Rundgang durch das Wiesbadener Stadtzentrum zu Orten, die während der NS-Zeit Zentren von Propaganda, Herrschaft und politischem Alltag waren. Im Anschluss vertieft ein Besuch im Museum anhand ausgewählter Exponate die lokalen Aspekte der NS-Geschichte und macht die Schicksale der Opfer vor Ort nachvollziehbar.
Inhalt und historischer Kontext
Wiesbaden war nach Darstellung der Veranstaltenden ein früher Standort der NSDAP und entwickelte sich zu einem regionalen Zentrum von Propaganda und Militarismus. Viele Orte, an denen Nationalsozialisten wirkten oder Verbrechen begangen wurden, sind demnach noch heute in der Stadt präsent. Die Führung will diese Orte benennen und die Zusammenhänge zwischen lokaler Machtentfaltung und den Folgen für betroffene Menschen erläutern.
Schulveranstaltungen und Förderung
Im Rahmen der städtischen Veranstaltungsreihe Erinnern an die Opfer nehmen zudem acht Schulklassen an dem Rundgang teil. Diese Führungen für Schulklassen wurden nach Angaben der Organisatoren von der Schulstiftung gefördert.
Erinnerungstag und Rahmung
Die Führung ist Teil der städtischen Reihe zum 27. Januar, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und des Holocaust. Die Veranstaltenden verweisen auf die Bedeutung lokaler Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte für das öffentliche Gedenken.
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