Die 77. Frankfurter Buchmesse spiegelt den aktuellen Wandel im Literaturmarkt wider, der maßgeblich von verschiedenen Entwicklungen geprägt ist. Ein zentrales Thema auf der Messe ist die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Erstellung von Texten, Bildern und Musik. Dies wirft Fragen zur Lizenzierung von generativen KI-Modellen auf, insbesondere die Diskussionen über Lizenzierungsregelungen und die Einflüsse digitaler Oligopole.
Ein weiterer Aspekt, der die Buchmesse dominiert, ist der rückläufige Trend der Buchkäufe in Deutschland, der auf 24,5 Millionen Menschen gesunken ist. Trotz dieses Käuferrückgangs verzeichnet der Buchmarkt eine Umsatzsteigerung auf beeindruckende 9,9 Milliarden Euro. Besonders auffällig ist die wachsende Beliebtheit von Büchern im Genre ‚Young Adult‘, das bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen zunehmenden Zuspruch findet.
Darüber hinaus werden Bücher zunehmend als Sammlerstücke betrachtet, wobei aufwändige Gestaltungen und kreative Ansätze den Markt bereichern. Die Buchbranche sieht sich vor der Herausforderung, klare Regeln im Umgang mit KI-Modellen zu etablieren, um die Rechte der Autoren und Autorinnen zu schützen. Peter Kraus vom Cleff fordert daher vehement klare Regeln für die Lizenzierung von KI-Modellen.
Die Bedeutung sozialer Medien und des Genres ‚Young Adult‘ für den Buchmarkt wird immer deutlicher, während die Buchmesse zunehmend eventisiert wird und kreative Nebenmärkte wie Verfilmungen und Games einbezieht. Die 77. Frankfurter Buchmesse präsentiert somit eindrucksvoll die vielfältigen Facetten und Herausforderungen des Literaturmarktes im digitalen Zeitalter.

