Das Museum im Dorf Mödlareuth bietet einen einzigartigen Einblick in den Alltag während der innerdeutschen Teilung. Kürzlich wurde es vollständig neu konzipiert und von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeweiht. Mit einer Finanzierung von insgesamt 22 Millionen Euro durch den Bund sowie die Freistaaten Bayern und Thüringen präsentiert die Ausstellung das Leben im ländlichen Raum zu Zeiten der Teilung. Besucher können spektakuläre Ausstellungsstücke wie das Fluchtflugzeug ‚DOWA 81‘ bestaunen und schikanöse Momente früherer Einreisen in die DDR nachempfinden. Persönliche Fluchtgeschichten an Fluchtstationen verdeutlichen den Mut und die Verzweiflung der Menschen. Trotz der Risiken wird betont, dass die meisten Fluchtversuche scheiterten, nur wenige waren erfolgreich. Jährlich zieht das Museum bis zu 90.000 Touristen an, die auch Virtual-Reality-Führungen erleben können. Das neue Museumskonzept in Mödlareuth bietet eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Teilungsgeschichte und trägt dazu bei, das Gedenken an die innerdeutsche Grenze lebendig zu halten für zukünftige Generationen.
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