Montag, 09.03.2026

Arbeiten an Aartalbahnbrücke in Wiesbaden Dotzheim haben begonnen

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In Dotzheim haben in dieser Woche die ersten Instandsetzungsarbeiten an der Aartalbahnbrücke über die Flachstraße begonnen. Die Eisenbahnbrücke war nach einem Lkw-Anprall im Jahr 2009 für den Bahnverkehr gesperrt worden. Die Sperrung hatte damals zum Ende des regulären Betriebs der Museumseisenbahn der Nassauischen Touristik-Bahn geführt.

Erste Bauphase: Schutz vor weiteren Anprallschäden

Im ersten Bauabschnitt werden vor und hinter dem Brückenbauwerk sogenannte Anprallschutzanlagen errichtet. Der Bauleiter der ausführenden Firma Huhle beschrieb die Konstruktion als massives Stahlbauwerk aus Doppel T Trägern. Damit soll sichergestellt werden, dass künftige Lkw Unfälle nicht mehr das eigentliche Brückenbauwerk erreichen und kritische Schäden vermieden werden, die den Bahnverkehr beeinträchtigen könnten.

Für die Osterferien ist der zweite Bauabschnitt geplant. Dabei sollen die Unfallschäden der vergangenen Jahre an der Brücke behoben und der Farbanstrich erneuert werden. Parallel dazu wird die Brücke für eine spätere Nutzung im öffentlichen Personennahverkehr ertüchtigt. Die Maßnahmen sehen vor, die Strecke für rund 19.000 Überfahrten pro Jahr mit modernen Nahverkehrstriebwagen und einer Geschwindigkeit von 60 km h vorzubereiten.

Finanzierung, Zuständigkeit und Abstimmung

Die Baumaßnahme ist Teil eines Gesamtpakets, das überwiegend von der Landeshauptstadt Wiesbaden finanziert wird. Die Umsetzung liegt bei der Aartalbahn Infrastruktur gGmbH, einer Gesellschaft der Nassauischen Touristik Bahn. Nach Angaben des NTB Vorsitzenden Andreas Forster konnte bereits im November 2024 ein erster Teilabschnitt im Süden der Aartalbahn wieder in Betrieb genommen werden. Forster dankte der Stadt für die Finanzierung, die unter anderem über einen kommunal verbürgten Kredit und Zuschüsse möglich wurde.

Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol hob die doppelte Strategie hervor, mit der die Stadt vorgehe. Zum einen solle der sichtbare Museumseisenbahnverkehr die Strecke schnell wiederbeleben. Zum anderen sendeten die Infrastrukturmaßnahmen Signale für eine spätere Wiederaufnahme des Regelbetriebs. Stadt und Aartalbahn Infrastruktur gGmbH stimmen die Arbeiten nach eigenen Angaben eng ab, damit die Sanierungen von Anfang an die Anforderungen einer möglichen ÖPNV Reaktivierung berücksichtigen.

Ausblick und weiterer Zeitplan

Unter Federführung der Aartalbahn Infrastruktur gGmbH sind in den kommenden Monaten weitere Arbeiten geplant. Aktuell laufen Gleisbauarbeiten in Dotzheim. Im Mai sollen die Brücken über Grundmühlweg und Wiesenstraße instandgesetzt werden. In den Sommerferien ist die Brücke über die Schiersteiner Straße vorgesehen. Die Arbeiten im südlichen Abschnitt der Aartalbahn zwischen dem Gleisanschluss der Sektkellerei Henkell und dem Bahnhof Wiesbaden Dotzheim sollen nach Planungen im Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden.

Vorausgesetzt die zuständige Landeseisenbahnaufsicht erteilt die erforderlichen Genehmigungen, könnte der südliche Streckenabschnitt noch im Jahr 2026 wieder für Museumseisenbahnverkehre bis zum Bahnhof Wiesbaden Dotzheim in Betrieb genommen werden. Die Inbetriebnahme des Abschnitts über die Eiserne Hand bis zum Bahnhof Hahn Wehen ist für 2028 oder 2029 vorgesehen.

Bei der Vorstellung der Arbeiten waren Vertreter der ausführenden Firmen und der Aartalbahn vor Ort. Genannt wurden unter anderem Jens Seibel, Projektleiter Huhle Stahl und Metallbau GmbH, Marcus Giebeler, Geschäftsführer Aartalbahn Infrastruktur gGmbH, Günter Huhle, Geschäftsführer Huhle Stahl und Metallbau GmbH, Andreas Forster, Vorsitzender der Nassauischen Touristik Bahn e V. sowie Verkehrsdezernent Andreas Kowol. Zudem war Christoph Schulz, stellvertretender Vorsitzender der Nassauischen Touristik Bahn, anwesend.

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