Vertreterinnen und Vertreter der Landeshauptstadt Mainz, der Mainzer Verkehrsgesellschaft und des Einzelhandels haben auf einer Pressekonferenz mehrere Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt angekündigt. Der 0 Euro Samstag wird 2026 fortgesetzt. Zudem sollen im Sommerhalbjahr freitags und samstags die Außengastronomien länger öffnen dürfen. Der Vollzugsdienst des Ordnungsamts soll personell aufgestockt werden.
Angebote für Besucher und Handel
Die Stadt und die Mainzer Verkehrsgesellschaft sehen in dem Angebot ohne Fahrpreis ein Instrument zur Belebung der Innenstadt und zur Gewinnung zusätzlicher Fahrgäste für den öffentlichen Personennahverkehr. Oberbürgermeister Nino Haase sagte, der 0 Euro Samstag habe sich in ganz Deutschland herumgesprochen, er belebe die Innenstadt, stärke den Einzelhandel und sei beste Werbung für den ÖPNV. Auch die verlängerten Öffnungszeiten der Außengastronomie an Freitagen und Samstagen, die im vergangenen Sommer getestet wurden, hätten sich bewährt, so Haase. Beide Maßnahmen werden deshalb 2026 fortgesetzt.
Florian Wiesemann, Geschäftsführer der Mainzer Verkehrsgesellschaft, erklärte, mit dem 0 Euro Samstag habe man zusätzliche Fahrgäste gewinnen und langfristig binden wollen. Dem habe die Aktion eindrucksvoll gedient. Zudem habe die breite Medienberichterstattung eine erhebliche Werbewirkung für die Mainzer Mobilität und den ÖPNV insgesamt.
Sicherheit, Ordnung und Personal
Als Teil des Maßnahmenpakets kündigte die Stadt an, den Vollzugsdienst des Ordnungsamts personell zu stärken. Konkrete Zahlen zur Aufstockung wurden bei der Pressekonferenz nicht genannt. Die Citymanagerin forderte zugleich, schneller auf Probleme bei Ordnung und Sauberkeit zu reagieren. Sandra Klima wies darauf hin, dass immer mehr Menschen die Stadt in sozialen Medien präsentierten und appellierte an die Mainzerinnen und Mainzer, den Stolz auf die Stadt gemeinsam zu pflegen.
Bilanz und Reaktionen aus Handel und Verwaltung
Die Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz verwies auf eine hohe Passantenfrequenz, eine vergleichsweise geringe Leerstandsquote von 6,5 Prozent und Rekordwerte bei den Tourismuszahlen. Sie betonte, die Innenstadt sei lebendig und attraktiv, und nannte die Entstehung neuer Geschäftsideen als Zeichen eines fortlaufenden Wandels.
Jan Sebastian, Präsident des Handelsverbands Rheinland Pfalz, bestätigte ein Wachstum der Handelsbranche in Mainz, wenn auch nicht in dem ursprünglich prognostizierten Umfang. Er verwies darauf, dass im Bundesvergleich die Zahlen gut und für Rheinland Pfalz sogar sehr gut seien. In den guten Lagen gebe es kaum Leerstand. In Randlagen habe sich hingegen der Handel zurückgezogen und Gastronomie habe dort Raum gewonnen, der von der Bevölkerung gut angenommen werde.
Die Citymanagerin nannte zudem eine dauerhaft positive Entwicklung bei Neuansiedlungen: Jährlich kämen 20 bis 40 neue Geschäfte hinzu, darunter Neugründungen und Concept Stores. Abschließend kündigte Oberbürgermeister Haase an, in den kommenden Wochen weitere Projekte zur Innenstadtentwicklung vorzustellen.
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