Freitag, 28.11.2025

Polnischer Präsident fordert 1,3 Billionen Euro Reparationszahlungen von Deutschland

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Polens Präsident Nawrocki hat bei seinem Antrittsbesuch in Berlin eine kontroverse Forderung erhoben, die die bilateralen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland auf eine harte Probe stellt. Mit Nachdruck verlangte er Reparationszahlungen in Höhe von 1,3 Billionen Euro von Deutschland, als Wiedergutmachung für während des Zweiten Weltkriegs erlittenes Unrecht.

Die Bundesregierung wies die Forderung entschieden zurück und verwies auf bereits bestehende Verträge, darunter den Verzicht auf Reparationszahlungen im Jahr 1953 und den 2+4-Vertrag von 1990. Die Diskussion unterstrich auch die aktuellen Sicherheitsherausforderungen in der Region und die Zukunft der Europäischen Union.

In diesem Kontext engagiert sich Deutschland bereits stärker in der militärischen Unterstützung für Polen, insbesondere angesichts der Bedrohung durch Russland. Sowohl Präsident Steinmeier als auch Präsident Nawrocki betonten die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen ihren Ländern, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen.

Die strittigen Reparationsforderungen stellen weiterhin ein Hindernis dar, während die Bundesregierung auf eine rechtliche Klärung drängt. Gleichzeitig wird die historische Verantwortung für eine enge Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen betont. Die Einladung zum Gegenbesuch von Präsident Nawrocki bei Präsident Steinmeier wurde bereits positiv angenommen, und bleibt abzuwarten, ob dies zu einer Annäherung in den Verhandlungen führen wird.

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