Die Bundesbank hat vor steigenden Risiken im deutschen Kreditgeschäft gewarnt, die auf die zunehmende Staatsverschuldung und unsichere Zeiten zurückzuführen sind. Insbesondere die großen Banken könnten anfälliger sein als bisher angenommen, obwohl sie über ordentliche Kapitalpuffer verfügen. Die enge Verflechtung zwischen Banken, Versicherungen und Fonds sowie die hohe Staatsverschuldung stellen potenzielle Risiken dar, die die Stabilität des Finanzmarktes gefährden.
Die Bundesbank hebt hervor, dass seit drei Jahren die Zahl der faulen Kredite bei Banken kontinuierlich steigt, was die Profitabilität der Banken beeinträchtigt. Diese Entwicklung wirft Bedenken auf, da trotz angemessener Kapitalpuffer große deutsche Banken anfälliger sein könnten als bisher angenommen. Die Bundesbank warnt vor Ansteckungseffekten im deutschen Finanzsystem und zieht dabei Parallelen zur Weltfinanzkrise von 2008-2009.
Eine kritische Beurteilung der Staatsverschuldung wird von der Bundesbank angemahnt, da hohe Bestände an Staatsanleihen bei Banken und die unsichere Wirtschaftslage zu erheblichen Verlusten führen könnten. Die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems wird als entscheidend für die volkswirtschaftliche Entwicklung betrachtet. Die Bundesbank mahnt zur Vorsicht und fordert eine sorgfältige Analyse der potenziellen Risiken im deutschen Finanzsystem.

