Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am Dienstag, 27. Januar, den Verkauf des markanten Zollspeichers am Biebricher Rheinufer an die Wilhelm Heckel GmbH beschlossen. Damit endet nach mehr als zehn Jahren eine Hängepartie um das leerstehende Gebäude. Das Traditionsunternehmen plant, seinen Sitz und die Produktion hochwertiger Holzblasinstrumente in den Speicher zu verlegen.
Traditionsfirma will Produktion und Verwaltung zusammenführen
Heckel ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen in der siebten Generation und ist seit mehr als 180 Jahren in Biebrich ansässig. Nach Angaben der Stadt soll der Zollspeicher künftig Firmensitz und Produktionsstandort werden. Die Verlagerung wird von der Kommune als Beitrag zur Reaktivierung des Uferareals gesehen.
Der Dezernent für Bauen und Verkehr, Andreas Kowol, bewertete den Verkauf als zukunftsfähige Perspektive für das Rheinufer. Er betonte, die Lösung verbinde den Erhalt der historischen Bausubstanz mit unternehmerischem Engagement und einer städtebaulichen Aufwertung im Rahmen des Rhein-Main-Ufer-Konzeptes. Kowol sieht darin die Chance, den Ort wieder zu beleben.
Zollamt bleibt im Besitz der Stadt
Das unmittelbar angrenzende, denkmalgeschützte Zollamt gehört nicht zum Verkauf und verbleibt im Eigentum der Landeshauptstadt Wiesbaden. Für dieses Gebäude soll zeitnah ein eigenständiges Nutzungskonzept erarbeitet werden. Die Stadt plant, die Erlöse aus dem Verkauf des Zollspeichers in die Entwicklung des Zollamts zu investieren, mit dem Ziel einer neuen, öffentlich wirksamen Nutzung.
Städtebauliche Einbindung und finanzielle Absicherung
Bei der weiteren Entwicklung des Standorts will die Stadt die Ziele des Rhein-Main-Ufer-Konzeptes berücksichtigen, insbesondere eine qualitätsvolle Einbindung in das städtebauliche Umfeld und die Aufwertung des Biebricher Rheinufers. Die Verwaltung sieht im Verkauf sowohl eine nachhaltige Lösung für die Immobilie als auch eine Möglichkeit, den Betriebsstandort eines langjährigen Unternehmens in Wiesbaden zu sichern.
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