Freitag, 28.11.2025

Kassenärzte fordern Lockerung bei Krankschreibungen zur Entlastung des Gesundheitswesens um 100 Millionen Euro

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Der Verbandschef der deutschen Kassenärzte, Andreas Gassen, hat eine dringliche Forderung hinsichtlich der Krankschreibungen im Gesundheitswesen erhoben. Konkret plädiert er dafür, dass Krankschreibungen erst ab dem vierten oder fünften Tag ausgestellt werden sollten. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, unnötige Arztbesuche zu vermeiden und das Gesundheitssystem um satte 100 Millionen Euro zu entlasten.

Derzeit besteht die Möglichkeit für Arbeitgeber, bereits nach einem oder zwei Tagen eine Krankschreibung zu verlangen. Andreas Gassen strebt an, diese Ausnahme zu streichen und eine generelle Regelung einzuführen, wonach erst ab dem vierten Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt wird. Statistiken zeigen, dass jährlich etwa 116 Millionen Krankschreibungen erfolgen, wobei 35 Prozent davon eine Dauer von maximal drei Tagen haben.

Die potenzielle Entlastung des Gesundheitswesens durch diese Maßnahme ist bedeutend. Es könnten bis zu 1,4 Millionen Arbeitsstunden eingespart und Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro reduziert werden. Diese Schritte würden nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch den Stellenwert der Krankschreibungen im Arbeitsalltag erhöhen.

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