Das Verteidigungsministerium hat beschlossen, die Umwandlung von 187 ehemaligen militärischen Liegenschaften und 13 noch betriebenen Liegenschaften für zivile Zwecke zu stoppen. Diese Liegenschaften werden stattdessen einer strategischen Liegenschaftsreserve zugeführt, um bei Bedarf für militärische Zwecke zur Verfügung zu stehen. Der Umwandlungsstopp durchkreuzt bestehende Planungen von Ländern und Kommunen, die bereits zivile Nutzungskonzepte für die Flächen entwickelt hatten.
Der Prozess der Umwandlung, der in den 1990er-Jahren nach dem Ende des Kalten Kriegs begann und in den 2010er-Jahren fortgeführt wurde, wird somit vorerst eingestellt. Diese Maßnahme wirft neue Herausforderungen für die betroffenen Länder und Kommunen auf, die nun mit geänderten Rahmenbedingungen konfrontiert sind. Die Entscheidung des Verteidigungsministeriums verdeutlicht den erhöhten Bedarf an Standorten aufgrund der geplanten Vergrößerung der Bundeswehr.

