Donnerstag, 29.01.2026

Sternsinger bringen Segen ins Wiesbadener Rathaus und machen auf Kinderarbeit aufmerksam

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Am Dienstag, 6. Januar empfing Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende eine Gruppe von rund 30 Kindern und Jugendlichen im Rathaus. Die Jungen und Mädchen kamen aus den katholischen Gemeinden Pfarrei St. Bonifatius, St. Birgid sowie St. Peter und Paul und brachten ihren Segen an der Rathauspforte an. Aufschrift und Segensformel lauteten C+M+B, Christus mansionem benedicat, Christus segne dieses Haus. Die Aktion steht 2026 unter dem Motto „Schule statt Fabrik, Sternsingen gegen Kinderarbeit“.

Empfang im Rathaus

Die Teilnehmenden posierten nach Angaben der Stadt vor dem Rathaus mit dem Oberbürgermeister. Der Empfang ist Teil des traditionellen Gangens der Sternsinger durch Gemeinden und Institutionen. Die Veranstalter nutzten den Termin, um das Thema Kinderrechte und Bildung in den Mittelpunkt zu stellen.

Kampagne gegen Kinderarbeit

Die Sternsingeraktion 2026 legt den Schwerpunkt auf die Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit. Partnerorganisationen der Aktion setzen sich laut Mitteilung in mehreren Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeitssituationen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Dazu gehören Förderkurse und Programme zur Wiedereinschulung, um Schulabbrüche zu verhindern und langfristig Bildungschancen zu verbessern.

Appell des Oberbürgermeisters

Oberbürgermeister Mende dankte den Sternsingern für ihren Besuch und ihren Einsatz. Er betonte nach Angaben der Stadt, Kinderrechte müssten weltweit und lokal besser geschützt werden. Dazu zähle unter anderem Schutz vor Krieg, eine gewaltfreie Erziehung sowie Zugang zu Bildung und Fürsorge. Kinderarbeit dürfe eigentlich nicht existieren, dennoch könnten viele Kinder nicht zur Schule gehen oder einfach spielen. Deshalb sei es wichtig, dass die Sternsinger auf diese Missstände hinweisen.

Hintergrund des Brauchs

Das Sternsingen ist ein Brauch mit Wurzeln im Mittelalter. Jungen, die als Könige gekleidet waren, zogen früher durch die Straßen und stellten den Weg zur Krippe nach. Das Kindermissionswerk griff die Tradition 1959 mit der Aktion Dreikönigssingen wieder auf. Heute gilt das Sternsingen als eine der weltweit größten Solidaritätsaktionen von Kindern für Kinder.

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