Die Landeshauptstadt Wiesbaden lässt ihr gesamtes Stadtgebiet aus der Luft aufnehmen. In den kommenden Wochen und Monaten sollen aktuelle Luftbilder und Laserscandaten entstehen, die als Grundlage für Stadtplanung, Umweltschutz und Katasterarbeit dienen. Die Daten werden den städtischen Ämtern und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Umfang und Verwendungszwecke
Das Tiefbau und Vermessungsamt plant sowohl senkrechte als auch schräge Luftaufnahmen aus allen vier Himmelsrichtungen. Ergänzend wird ein Laserscanner das Gelände abtasten und dreidimensionale Punktwolken erzeugen. Aus diesen Punktwolken entstehen digitale Höhenmodelle und digitale Oberflächenmodelle, die zum Beispiel für Hochwasserschutz, Sichtanalysen und 3D Visualisierungen in der Stadtplanung genutzt werden können. Die Aufnahmen sollen zudem Katasterarbeiten und Umweltprüfungen unterstützen.
Technik und Zeitplan
Die Befliegungen sind wetterabhängig und, sofern keine Schnee und Eisflächen vorhanden sind, bis April 2026 vorgesehen. Das Laserscanning erfolgt nachts in Abstimmung mit der Deutschen Flugsicherung zwischen 23 Uhr und 5 Uhr in einer Flughöhe von rund 550 Metern. Nach Angaben der Stadt sind solche technischen Überprüfungsflüge aufgrund der Nähe zum Flughafen Frankfurt auch während des Nachtflugverbots zulässig. Die Luftbildaufnahmen werden tagsüber in etwa 1600 Metern Höhe erstellt.
Wiesbaden liegt zwischen 83 Metern über dem Meeresspiegel am Rheinufer und 608 Metern am Taunuskamm. Schlossplatz und Rathaus befinden sich auf rund 115 Metern. Die unterschiedlichen Geländehöhen sind bei der Planung der Aufnahmen berücksichtigt.
Datenzugang und mögliche Beeinträchtigungen
Die gewonnenen Daten werden den städtischen Ämtern sowie Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht. Ein Zugriff soll unter anderem über den Digitalen Zwilling erfolgen, der auf der Webseite https://wiesbaden.virtualcitymap.de/ abrufbar ist. Das Tiefbau und Vermessungsamt weist darauf hin, dass es während der Befliegungsphasen vereinzelt zu leichtem Fluglärm kommen kann und bittet die Bevölkerung um Verständnis.
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