Donnerstag, 27.11.2025

Mainzer Weihnachtsmarkt feiert 50. Ausgabe — Weihnachtsdorf zieht wegen Gutenberg‑Baustelle zum Fischtorplatz

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Der Mainzer Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr zum 50. Mal in seiner heutigen Form eröffnet, muss aber an mehreren Stellen umgeplant werden: Wegen Bauarbeiten am Gutenberg‑Museum zieht das beliebte Weihnachtsdorf vom Liebfrauenplatz auf den Fischtorplatz. Die Stadt kündigte an, auf ein größeres Begleitprogramm zu verzichten und mit einem sparsamen Konzept auf Haushaltszwänge und hohe GEMA‑Forderungen zu reagieren. Zum Auftakt am 27. November bieten Schausteller zudem eine Spendentasse mit Dom‑Motiv an.

Umbau und Umzug: Weihnachtsdorf auf dem Fischtorplatz

Die Arbeiten am Gutenberg‑Museum beanspruchen das Areal am Blumenbeet des Liebfrauenplatzes, das bislang für das Weihnachtsdorf genutzt wurde. Deshalb wurde nach Prüfung der Standorte der Fischtorplatz als Ausweichfläche ausgewählt. Die Stadt betont, dass das Weihnachtsdorf dort gut angebunden sei; Standbetreiber mussten allerdings Zugeständnisse machen, um die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner zu begrenzen. Dazu zählen unter anderem ein Verzicht auf offenes Feuer und auf Musik in diesem Marktbereich. Die Dezernentin Manuela Matz kündigte an, das Setting in den ersten Tagen vor Ort zu beobachten und gegebenenfalls nachzusteuern.

Haushalt, GEMA und Folgen für das Programm

Der Stadtrat hat gefordert, den Betrieb des Weihnachtsmarktes angesichts der angespannten Haushaltslage kostenneutral zu gestalten. Zur Deckung der Finanzierungslücke sind unter anderem Anpassungen bei den Standgebühren geplant. Zudem hat die Stadt entschieden, größeres musikalisches Begleitprogramm zu reduzieren: Nach Angaben der Stadt wären trotz eines kürzlich angebotenen Rabatts der GEMA Zahlungen in Höhe von rund 20.000 Euro fällig geworden. Matz kritisierte das Vorgehen der Verwertungsgesellschaft als kaum nachvollziehbar und bezeichnete die Forderungen als ein Kriterium für einen „stillen Weihnachtsmarkt“ ohne zusätzliche Musikdarbietungen.

Sicherheitsmaßnahmen und Besucherorganisation

Die Sicherheitsvorkehrungen werden weiter ergänzt: Neben bereits installierten Zufahrtssperren und Pollern sind erneut mobile Sperren geplant. Auf dem Festgelände wird eine Videoüberwachung eingesetzt, die laut Stadt lediglich als Monitoring in Echtzeit dient und keine Aufzeichnungen anfertigt; Besucherinnen und Besucher werden durch Hinweisschilder informiert. Als weitere Regelungen gelten feste Schließzeiten: Der tägliche Zapfenstreich findet jeweils um 20.15 Uhr (freitags und samstags 20.45 Uhr) statt, danach sind Rückgaben von Pfandbechern und Standbetrieb beendet.

Angebot, Eröffnung und Spendenaktion

Insgesamt werden 85 Stände auf dem Markt erwartet; außerdem gibt es zwei historische Kinderkarussells und drei Maronenstände. Zu den festen Attraktionen gehören der LED‑Lichterhimmel, die 11 Meter hohe Weihnachtspyramide am Höfchen, die Spieluhr mit handgeschnitzten Engelsfiguren und lebensgroße, handgeschnitzte Krippenfiguren des Künstlers Sepp Erhard vor der Gotthardkapelle. Die Eröffnung findet am Donnerstag, 27. November 2025, statt: Die Marktstände öffnen um 11.00 Uhr, die offizielle Eröffnung durch Oberbürgermeister Nino Haase und Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz ist für 17.00 Uhr auf der Krippenbühne geplant; ab 16.45 Uhr stimmt der Musikverein Mainz‑Marienborn e. V. musikalisch ein.

Aus Anlass des Jubiläums bringen Schausteller und Stadt eine Sonderedition einer Glühweintasse in Schwarz mit goldener Dom‑Grafik heraus; der Verkaufspreis beträgt 5 Euro. Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen vollständig gespendet werden und werden jeweils gleichteilig an die Kinderkrebshilfe Mainz e. V., die Pfarrer Landvogt‑Hilfe e. V. und die Spendensammlung „Spiel der Herzen“ (Mainz 05) gehen.

Weitere Hinweise: Der Weihnachtsmarkt ist bis Dienstag, 23. Dezember 2025, geöffnet (Öffnungszeiten Sonntag–Donnerstag 11.00–20.30 Uhr, Freitag/Samstag 11.00–21.00 Uhr). Der traditionelle Nikolausrundgang ist für den 5. Dezember angekündigt; die Künstlerwerkstatt ist erneut Teil des Programms, Ende Dezember gibt es besondere Standorte und Reinigungszeiten infolge der Baustelle. Zu verlässlichen Besucherzahlen macht die Stadt keine Angaben.

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