Donnerstag, 05.02.2026

Mainz bittet erneut: Kein Feuerwerk in der Nähe von Tierheim und Zoo

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Die Stadt Mainz setzt ihre Informationskampagne gegen Silvesterböller in den Bereichen rund um das Tierheim und die Anlagen des Zoos fort. Nach Angaben der Verwaltung hatte die Aktion im vergangenen Jahr eine spürbare Wirkung: Die Nacht zum Neujahr sei in den betroffenen Bereichen ruhiger verlaufen, Tiere hätten weniger Stress erlebt.

Warum die Kampagne fortgeführt wird

Hintergrund der Öffentlichkeitsarbeit ist die Sorge um das Wohl der Tiere. Laut Stadt führen lauter Knalllärm, grelle Lichtblitze und fremde Gerüche bei Haustieren, Parktieren und Wildtieren zu starkem Stress bis hin zu bleibenden Schäden oder Todesfällen. Die Stadtverwaltung, der Tierschutzverein Mainz und Umgebung sowie der Förderverein des Wildparks in Gonsenheim betonen deshalb, dass in den Arealen rund um das Tierheim, den Wildpark und den Stadtpark während der Silvesternacht möglichst nicht geböllert werden sollte.

Oberbürgermeister Nino Haase erklärte, die Botschaft der Kampagne habe im vergangenen Jahr Wirkung gezeigt. Er habe sich in der Silvesternacht selbst davon überzeugt, dass die Aufrufe bei vielen Menschen zu mehr Rücksicht geführt hätten. Da die gesetzliche Lage unverändert sei, werde die Kampagne 2024 inhaltlich übernommen und für die Silvesternacht 2025 weitergeführt.

Materialien, Motive und Aktionen

Plakate, Banner, Infoflyer und Beiträge in sozialen Medien sollen erneut auf die Problematik hinweisen. Als Symbolfiguren dienen unter anderem Tiere aus den Einrichtungen: das Helle Großsilber Kaninchen Karla, der Ziegenbock Der kleine Mann, der Papagei Rico sowie Hund Grigore und Taube Hedwig. Auch ein inzwischen vermittelter Kater namens Toulouse wird als Beispiel für Haustiere genannt, die von Rücksicht profitieren.

Die Stadt kündigt an, die Materialien in den kommenden Wochen erneut auszugeben und kurz vor Weihnachten auch Litfaßsäulen zu bespielen. Am Jahresende sollen die Motive zudem auf der LED-Fläche am Alicenplatz gezeigt werden.

Der Tierschutzverein bedankte sich für die Bereitschaft vieler Menschen, im vergangenen Jahr Rücksicht zu nehmen, und appellierte erneut an Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste, in unmittelbarer Nähe zu Tierlebensräumen auf Feuerwerk zu verzichten. Auch Wildtiere würden von einer ruhigen Silvesternacht profitieren, etwa Igel, die ihren Winterschlaf nicht unterbrechen sollen, oder Vögel, die durch Feuerwerkskörper in Gefahr geraten könnten.

Rechtliche Lage und Bußgeldhinweise

Die Stadt weist zugleich auf die bestehende Rechtslage hin. Nach den Vorgaben des Sprengstoffrechts kann die Kommune aus Gründen des Tierschutzes kein generelles Feuerwerksverbot für die genannten Bereiche anordnen. Die Ordnungsdezernentin Manuela Matz machte deutlich, dass die aktuelle Gesetzeslage ein Verbot in diesen Arealen nicht zulasse, dass aber inhaltlich Einigkeit über den Handlungsbedarf bestehe.

Unabhängig von der freiwilligen Rücksichtnahme gilt, dass pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 nach den geltenden Vorschriften nur am 31.12.2025 und am 01.01.2026 verwendet werden dürfen. Außerhalb dieser beiden Tage stellt das Zünden von Feuerwerk eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbußen von bis zu 50 000 Euro geahndet werden kann.

Weitere Informationen stellt die Stadt Mainz unter www.mainz.de/tierschutz-silvester bereit.

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