Zwei Monate nach dem Start ist die Respektkampagne von ESWE Verkehr in Wiesbaden deutlich sichtbarer geworden. Seit Anfang Juni erscheinen Slogans mit konkreten Verhaltenshinweisen sowohl in Fahrzeugen als auch in den Online-Kanälen des Unternehmens. Inzwischen sind Kampagnenbusse, Plakate an zentralen Haltestellen und rund hundert beleuchtete Werbeflächen in der Stadt zu sehen.
Kampagnenausweitung und Motive
Die Motive greifen Alltagssituationen im öffentlichen Nahverkehr auf und formulieren kurze Aussagen wie ‚Respekt ist: wenn deine Musik privat bleibt‘ und ‚Respekt ist: wenn Grenzen akzeptiert werden‘. Im August wurden zwei Busse im Kampagnenstil foliert, außerdem sind großformatige Plakate und sogenannte Citylights an stark frequentierten Stellen zu sehen. Die Kommunikationslinie verzichtet bewusst auf einen erhobenen Zeigefinger und setzt stattdessen auf Vorbilder und eine einladende Tonalität.
Reaktionen und politische Unterstützung
ESWE Verkehr berichtet von breiter Zustimmung bei Fahrgästen und Beschäftigten. Geschäftsführerin Marion Hebding beschreibt die Aktion als Appell an alle Beteiligten im ÖPNV, sich respektvoll zu verhalten, um das Miteinander in den Bussen zu verbessern. Auch die Stadt signalisiert Unterstützung. Oberbürgermeister Gert Uwe Mende betont, dass Angriffe auf Fahrpersonal und Rettungskräfte nicht akzeptabel seien, und erklärt, die Stadt stehe hinter der Kampagne.
Vorfallzahlen und gesellschaftlicher Kontext
Nach Angaben des Unternehmens sind körperliche Übergriffe auf Fahrerinnen, Fahrer und Fahrausweisprüfende im Wiesbadener Liniennetz rückläufig. Gleichzeitig sei die Anzahl gewalttätigen Fehlverhaltens zwischen Fahrgästen gestiegen. Hebding ordnet die Kampagne in diesen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang ein und räumt ein, dass solche Aktionen allein keine umfassenden Probleme lösen, wohl aber einen Beitrag zu einem öffentlichen Diskurs über Rücksichtnahme und Achtsamkeit leisten können.
Digitale Resonanz und Ausblick
Auf den Social Media Kanälen von ESWE Verkehr erzielen die Beiträge zur Kampagne hohe Interaktionsraten. Fahrgäste teilen dort eigene Erlebnisse und machen Vorschläge für weitere Maßnahmen. Die Kampagne soll in den kommenden Monaten schrittweise fortgeführt werden und weiterhin in verschiedenen Kanälen Präsenz zeigen.
Quelle anzeigen

