Donnerstag, 29.01.2026

Wiesbaden 2024: Mehr Arbeitsplätze, steigende Übernachtungszahlen und deutliche Unterschiede zwischen Stadtbezirken

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://kreisbote-mainz-bingen.de
Ihr Begleiter für die Region. Aktuell und verlässlich.

Das Amt für Statistik und Stadtforschung hat das Statistische Jahrbuch 2024 der Landeshauptstadt Wiesbaden vorgelegt. Die 265 Seiten fassen Daten zu Bevölkerung, Wohnen, Arbeit, Verkehr und Tourismus zusammen und zeigen insbesondere einen anhaltenden Beschäftigungsanstieg, Rekordzahlen in der Hotellerie sowie deutliche demografische Unterschiede zwischen den Ortsbezirken.

Bevölkerung, Alter und Wanderung

Wiesbaden zählte nach Angaben des Jahrbuchs zum 31. Dezember 2024 insgesamt 299.932 Einwohnerinnen und Einwohner. Knapp 51.300 davon waren unter 18 Jahre alt, das entspricht einem Anteil von 17 Prozent. 20 Prozent der Bevölkerung waren 65 Jahre oder älter. Das Durchschnittsalter in der Stadt liegt bei 43 Jahren.

Die Altersstruktur variiert deutlich zwischen den Ortsbezirken. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Heßloch sind mit im Schnitt 50,7 Jahren am ältesten, im Westend liegt das Durchschnittsalter bei 37 Jahren und damit am niedrigsten. Insgesamt zogen 2024 mehr Menschen nach Wiesbaden als weg, der Wanderungssaldo betrug plus 1.889 Personen. Darin enthalten ist ein positiver Saldo mit der Ukraine von 360 Personen. 34 Prozent der in Wiesbaden Lebenden sind in der Stadt geboren.

Wohnen und Stadtstruktur

Die Stadt verfügt über 5.390 Hektar Wald, eine Fläche, die das Amt zur Veranschaulichung mit dem Frankfurter Flughafen vergleicht. 62 Prozent der Wohngebäude sind Einfamilienhäuser oder Zweifamilienhäuser. Durchschnittlich ist eine Wohnung in Wiesbaden 83 Quadratmeter groß, rechnerisch stehen jeder Einwohnerin und jedem Einwohner 42 Quadratmeter zur Verfügung.

Im Jahr 2024 lebten 23 Prozent der Haushalte in den eigenen vier Wänden. Die höchsten Eigentümerquoten werden im Ortsbezirk Auringen mit 59 Prozent ausgewiesen, die niedrigste Quote findet sich im Westend Bleichstraße mit vier Prozent.

Arbeitsmarkt, Bildung und Tourismus

Der Arbeitsmarkt verzeichnete 2024 einen neuen Höchststand. Wiesbaden bot 151.366 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, das sind rund 23.200 mehr als vor zehn Jahren und ein Zuwachs von 18 Prozent. Die größte Branche ist das Gesundheits- und Sozialwesen mit etwa 21.162 Beschäftigten.

Bei den Pendelbewegungen kamen 2024 die meisten Einpendler aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, insgesamt 19.120 Personen. Die meisten Auspendler hatten ihren Arbeitsplatz in Frankfurt, dort arbeiten 13.270 Wiesbadenerinnen und Wiesbadener.

Im Schuljahr 2024/2025 wurden an den 78 allgemeinbildenden Schulen der Stadt genau 33.433 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Von den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten besuchten 13 Prozent eine Privatschule.

Die Wiesbadener Hotellerie verzeichnete 2024 einen Übernachtungsrekord. Mit 1.344.735 Übernachtungen lag die Zahl um knapp 66.000 über dem Wert für das Vorjahr 2019 vor der Corona Pandemie.

Aufbau des Jahrbuchs und Verfügbarkeit

Das Statistische Jahrbuch 2024 umfasst 13 Kapitel, unter anderem zu Bevölkerung, Bauen und Wohnen, Verkehr und Tourismus. Zu jedem Kapitel gehören Erläuterungen zu Fachbegriffen und Kommentierungen einzelner Ergebnisse, um den Zugang zu den Zahlen zu erleichtern. Zudem enthält das Werk tabellarische und grafische Strukturdaten nicht nur für die Gesamtstadt, sondern auch für die 26 Wiesbadener Ortsbezirke.

Das Jahrbuch steht als Download auf der Webseite des Amtes zur Verfügung. Dort kann zwischen dem Gesamtdokument und den einzelnen Kapiteln gewählt werden. Die Kapitel werden fortlaufend aktualisiert, und es werden Excel Dateien zur individuellen Weiterverarbeitung angeboten. Weitere Auskünfte gibt das Amt für Statistik und Stadtforschung telefonisch unter (0611) 315691 oder per Fax unter (0611) 313962.

Quelle anzeigen

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles